Kapitel 1 Einführung – Agil und Feminin im Digitalzeitalter

Ich habe dieses eBook erstellt, um mein Wissen mit anderen Frauen zu teilen, wie sie die Chancen des angebrochenen Digitalzeitalters für sich nutzen können, um ihre Träume zu verwirklichen. Auch wenn diese Prinzipien nicht nur für Frauen von Nutzen sind, so wende ich mich hier speziell an diese.

Mein Name ist Uta Kapp und als Informatikerin und Trainerin für agiles Management bin ich seit über 40 Jahren in der digitalen Welt unterwegs. Ich habe die Gestaltung und das Aufkommen unserer digitalen Sphäre hautnah miterlebt. Da sich sehr wenige Frauen trauen in der Welt der Software mitzuwirken, bis zum heutigen Tag, möchte ich diese ermutigen, in die kreative Seite der Gestaltung unserer digitalen Welt einzutauchen und diese mitzugestalten. 

In jede Branche dieser Welt hat die Digitalisierung Einzug genommen. Mit den Lockdowns, während der Corona-Pandemie, hat das eine Beschleunigung erfahren. Digitale Produkte haben uns im Homeoffice begleitet. Es ist nicht notwendig in Programmiersprachen, wie Java oder Python, programmieren zu können, um das Potential der Digitalisierung auszuschöpfen. Plattformen und deren Programme, wie Facebook, Google und Instagram sind nützliches Handwerkzeug, um Visionen und Träume mit der Hilfe von digitalen Produkten in die Welt zu bringen. Software bestimmt unsere gemeinsame Zukunft auf diesem Planeten maßgeblich mit. Deshalb sprechen wir vom Digitalzeitalter. Auf dieser Technologiewelle surfen, das kann genauso gelernt werden wie Wellenreiten.

Agilität und Femininität, dass sind nützliche Qualitäten für das Digitalzeitalter, weil der Umgang mit Komplexität und nicht Vorhersehbarkeit besser mit Femininen Prinzipien, von den alten Chinesen auch Yin Qualitäten genannt, zu bewältigen ist. Being agile statt doing agile.

Als Mitglied im Diversity Council der Scrum.org habe ich mich zuerst mit dem Thema Vielfalt in Gender, Kultur, Sprache, Generationen, Behinderungen und anderen beschäftigt. Da das größte Interesse in dem Thema Gender lag und Frauen von mir Unterstützung im Technologieumfeld suchten, habe ich mir meine eigene Geschichte und meinen Weg als Frau in der Informatik näher angeschaut, um anderen Frauen damit einen Weg aufzuzeigen. 

Auch wenn feminine und maskuline Energie von beiden Geschlechtern in Balance gehalten werden sollte, so wie Yin und Yang schon von den alten Samurai vor tausenden von Jahren, so spielt das feminine Prinzip für Frauen im allgemeinen eine größere Rolle. 

Auf der Technologiewelle surfen bedeutet für Frauen, digitale Hilfsmittel für die Verwirklichung ihrer Wünsche und Lebensziele zur Verfügung zu haben. Frauen nutzen die neueste Technologie, um sie dazu einzusetzen, die Welt ein Stück zu verbessern. Sie möchten die Tools als Hilfsmittel für ihre Ziele einsetzen. Technologie ist für sie kein Selbstzweck.

Frauen stoßen an innere Grenzen, an nicht greifbare Barrieren, an der sie mit ihren Selbst-Zweifeln und Selbst-Verurteilungen umgehen lernen müssen, um ihr Potential im Digitalzeitalter auszuschöpfen. Sie müssen sich das zutrauen. So wird dieser Weg zu einem persönlichen Wachstumspfad. Das bedeutet Ängste und Scham zu überwinden.

Frauen sind eine Minderheit in dem Technologiesektor und fühlen sich deshalb oft einsam. Sie wünschen sich gleichgesinnte als Gesprächspartner. Gemeinsam stärker sein.

Es gibt eine Vielzahl von Forschungen zu diesen Themen. Frauen sind weltweit die Aufsteiger, die in den nächsten Jahren mehr Autonomie, Geld und Möglichkeiten zur Verfügung haben, als alle ihre weiblichen Vorfahren. Damit die Bedürfnisse von Frauen in Apps, Anwendungen und digitalen Plattformen erfüllt werden, ist deren Mitwirkung erforderlich. Wir können nicht erwarten, dass die Männer diese ohne unsere Hilfe so für uns bauen, wie wir uns das vorstellen..